Management by exception ist ein Führungsstil bei Unternehmen und bedeutet Führen nach dem Ausnahmeprinzip. Dabei geben Führungsorgane allfällige Routineentscheidungen an Mitarbeiter mit einem niedrigeren Rang ab. Diese Mitarbeiter dürfen dann die Entscheidung eigenverantwortlich treffen. Nur in Ausnahmefällen übernimmt der Vorgesetzte die Entscheidung. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Mitarbeiter die Toleranzgrenze überschreitet oder unvorhersehbare Ereignisse eintreten. Im Vorhinein wird klar festgelegt, welche Aufgaben unter Einhaltung welcher Richtlinien zu erfüllen sind und welche Ziele erreicht werden sollen. Um das
Management by exception als Managementstil wählen zu können, müssen einige Vorraussetzungen erfüllt werden. Zum einen müssen Informations-, Kontroll- und Berichtsysteme vorhanden sein, um Ausnahmefälle anzuzeigen. Daher muss der Erfolg ständig überwacht werden. Zum anderen müssen die Ziele bekannt und die Aufgabenverteilung und Zuständigkeit klar geregelt sein. Dieser Führungsstil bringt für ein Unternehmen gewisse Vor-, aber auch Nachteile. Die Vorteile sind die Entlastung der Vorgesetzten und die Stärkung des Verantwortungsbewusstseins der Mitarbeiter, da sie innerhalb bestimmter Grenzen selbständig Entscheidungen treffen können. Dass die Mitarbeiter eventuelle negative Ergebnisse oder das Nichterreichen eines Zieles dem Vorgesetzten vorenthalten, zählt zu den Nachteilen dieses Führungsstils. Werden also bestimmte Erfolgskriterien nicht erfüllt, hat der Mitarbeiter die Möglichkeit, diese Information nicht an den Vorgesetzten weiter zu leiten.